SMGF – die Alternative?

Sorensen Molecular Genealogy Foundation
Eine Alternative zu FamilyTreeDNA, iGenea, Gen-By-Gen und Co.?!

SMGF, DNA Kit

Ok, über FamilyTreeDNA bzw. iGenea und Co. habe ich ja nun schon ein bisschen geschrieben – aber wenn man sich etwas mehr mit dem Thema DNA-Genealogie beschäftigt, kommt man früher oder später auch bei SMGF Sorensen Molecular Genealogy Foundation vorbei …

Aber was unterscheidet SMGF denn ganz grundsätzlich von anderen Anbietern?
Zum einen ist es auf jeden Fall, das die Analyse kostenlos ist – zum anderen aber auch, dass kein schriftliches oder auch nur online Ergbnis mitgeteilt wird. Die eingesandten Daten werden von SMGF zwar in eine Datenbank eingetragen und mit den genealogischen Daten der Familienforschung (die mit der Probe einzusenden sind) verbunden und können in der Onlinedatenbank auf www.smgf.org durchforscht werden.

Aber alles schön der Reihe nach …
Wer ist denn Sorensen Molecular Genealogy Foundation!?
Laut der Internetseite von SMGF war der Ursprung in der Idee von James L. Sorensen bereits 199 vorhanden, bzw. nahm seine ersten Auswüchse an! Und nachdem die ersten Tests gemacht wurden, wurde 2002 die Stiftung dazu gegründet um das Projekt zu finanzieren.

Das Ziel des Projekts soll es sein eine Datenbank sowohl mit genetischen, als auch mirt genealogischen Daten bereit zu stellen um so evtl. zukünftigen Forschern neue Möglichkeit der Familienforschung zu bieten.

Die Stiftung hat ihren Sitz in Salt Lake City, Utah, USA – was evtl. nahe liegt, das hier eine Verbindung zu den Mormonen besteht, aber weder mir, noch ein paar anderen Forscherkollegen der deutschen DNA-Genealogie-Mailingliste ist bisher bekannt, das auch wirklich so wäre!

Also, was muss ich tun um am Projekt teil zu nemen?
Einfach das Formular zur Teilnahme auf der Website der SMGF ausfüllen und nach paar Tagen bekommt man alle benötigten Unterlagen. Es wird ein Behälter mit einer grünen Flüssigkeit geliefert, mit dem 45 sekunden gegurgelt werden muss, ein Prospekt und eine Beschreibung des DNA-Test (mit ggf. Folgen usw.) mit Einverständniserklärung zur Teilnahme liegen bei.
Beim Rücksenden der Probe muss allerdings noch ein Verwandschaftsbogen oder Gedcom-Datei mit der Testperson und mindestens drei weiteren Generationen mitgeschickt werden, da hier ja Verbindungen zwischen Genetik und Genealogie hergestellt werden sollen.

Und was wird man erhalten?
Eigentlich nichts! Mal abgesehen davon, dass man evtl. das gute Gefühl hat an einer richtigen Sache (was meine persönliche Einstellung ist!) teilgenommen zu haben und die analysierten Daten (Y-DNA, mtDNA und künftig auch autosomaler DNA ) werde in die online Datenbank der SMGF eingetragen und sind dann von dort auch mit den genealogischen Daten verknüpft!
Also eigentlich keinen unmittelbaren Nutzen und leider beträgt die Dauer der Analyse aber zwischen drei und 15 Monate …

Wenn ich mir jetzt aber mein bisheriges Ergebnis der 180 Euro Analyse bei iGenea so ansehen – dann habe ich hier eine Info über Haplogruppe, Ursprungsland, Ursprungsvolk bekommen und werde auch wohl noch ein ca. 15 Seiten-Infomaterial bekommen, was direkt die Wanderungen meiner (Ur)Vorfahren beschreibt.
Und ich kann natürlich die FamilyTreeDNA/iGenea Datenbanken zusätzlich zu den kostenlosen YSearch usw. nutzen um ggf. Verwandte mit den selben Markern zu finden, was aber eigentlich erst so richtig stimmig wird, wenn ein Test mit 67-Markern gemacht wird.

Bei SMGF besteht natürlich auch die Möglichkeit seine eigenen Daten – sofern sie denn analysiert und eingetragen sind – in der online Datenbank zu finden und von dort aus für zum Beispiel Ysearch und Co. zu verwenden.
Nur die mundgerechte Aufarbeitung in Haplogruppe und Ursprungsland/Ursprungsvolk ist nicht vorhanden … was natürlich eine Ansichtssache ist, ob diese den Mehrpreis rechtfertigen.

Mein Fazit zu SMGF!
SMGF ist auf jeden Fall eine sinnvolle Erweiterung zu ggf. schon vorhandenen DNA-Analysen bei kommerziellen Anbieter. Und unter anbetracht der Tatsache, dass man sich um die Ergebnisse richtig zu verstehen schon tief einarbeiten muss lässt sich auch noch der Schritt tun und die Ergebnisse vom SMGF selber auf zu arbeiten und Haplogruppe und Co. selber oder mit Hilfe von Foren und Mailinglisten zu definieren.

Somit werden meine Frau Christina und ich jetzt jeweils noch einen Test bei SMGF durchführen …

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